Landeskonferenz Niedersächsischer Hochschulfrauenbeauftragter
Landeskonferenz Niedersächsischer Hochschulfrauenbeauftragter

LNHF Jahrestagung 2015 am 19.03.2015 an der Universität Vechta

Von schwierigen Begriffen

 

Weder der Begriff Gender, noch der Begriff Kompetenz sind schnell und einfach definiert. Was also passiert, wenn man beide zur Genderkompetenz zusammenzieht und danach fragt, welche Bedeutung diese Genderkompetenz im Hochschulalltag hat? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Jahrestagung 2015 der Landeskonferenz Niedersächsischer Hochschulfrauenbeauftragter (LNHF) am 19. März 2015 an der Universität Vechta.

 

In ihrer Begrüßung wies die Präsidentin der Universität Vechta, Prof‘.in Dr. Marianne Assenmacher, auf die lange Tradition der gleichstellungspolitischen Arbeit an Hochschulen hin und gratulierte der LNHF: „Es freut mich besonders, dass die LNHF mit der bereits 25. Jahrestagung ein Jubiläum hier an unserer Universität begeht.“ Assenmacher verwies außerdem auf die Bedeutung von Gleichstellung als unverzichtbarem Faktor für die Hochschulentwicklung.

Den Glückwünschen an die LNHF schloss sich Dr. Barbara Hartung gerne an. Sie verlas das Grußwort der Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK), Andrea Hoops, die sich bei der LNHF für die geleistete Arbeit und die Zusammenarbeite bedankte. Dies zeigt sich auch in der bereits zweiten Dialoginitiative von MWK, LNHF und Landesrektorenkonferenz (LHK), die den Blick auf gelebte Strukturen lenken und bekannte Hindernisse beheben soll. „Die Dialoginitiative soll sich aber nicht auf den Dialog, also das Sprechen, begrenzen, sondern handlungsorientierte Umsetzungsmodelle hervorbringen“, so das Grußwort der Staatssekretärin weiter.

 

Brigitte Just, Vorsitzende der LNHF, betonte in ihrer Begrüßung, dass sich besonders in den letzten Jahren ein Wandel in den Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten, und im Professionalisierungsgrad der gleichstellungspolitischen Akteurinnen und Akteure an Hochschulen vollzogen habe. Dies umfasse auch die theoretische Auseinandersetzung mit Begriffen und Definitionen wie u.a. Genderkompetenz und deren praktischer Anwendung im Hochschulalltag.

 

Hierauf ging im anschließenden Hauptvortrag Prof‘.in Dr. Birgit Althans von der Leuphana Universität Lüneburg näher ein. Sie gliederte die Frage nach Genderkompetenz in drei Teile: Was kann ich wissen, was kann ich tun und was darf ich hoffen? „Wie kann ich mich genderkompetent verhalten und kann ich meine Genderkompetenz testen?“ seien Fragen, die man sich im (Hochschul-)Alltag stellen müsse. Althans ging dabei von Genderkompetenz als Reflexionskompetenz aus, für die es leider noch keine Messbarkeitsansätze gebe. Sie formulierte damit ein zentrales Forschungsdesiderat in den aktuellen Debatten um Genderkompetenz.

 

Am Nachmittag konnten die rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jahrestagung in vier parallelen Workshops die Thematik vertiefen. Hierzu hatten die Universität Vechta u.a. Kolleginnen aus dem laufenden EU-Projekt EGERA (Effective Gender Equality in Research and the Academia) eingeladen, die erste Ergebnisse zu Kriterien für gute Gender-Trainings vorstellten.

 

Den gelungenen Abschluss des Tages bot das Improtheater RatzFatz.de aus Münster. Auf äußerst vergnügliche Art fassten die Schauspielerinnen und Schauspieler die Geschehnisse des Tages aus ihrer Sicht zusammen, indem sie mit Stichworten aus dem Publikum arbeiteten. Bei aller Ernsthaftigkeit des Themas gaben sie der Tagung damit einen beschwingten Abschluss.

(v.l.): Gesine Hasselmeier (Gleichstellungsbüro der Universität Vechta), Brigitte Just (Vorsitzende der LNHF), Prof‘.in Dr. Marianne Assenmacher (Präsidentin der Universität Vechta), Dr. Barbara Hartung (Referatsleiterin im MWK) und Prof‘.in Dr. Birgit Althans (Universität Lüneburg).

LNHF Jahrestagung 2015 Flyer
Programm und Informationen zur LNHF Jahrestagung 2015
LNHF_Jahrestagung_2015_Flyer.pdf
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